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Chitu Systems Filapartner E1 im Test: Filamenttrockner mit Doppelfunktion

Im Test: Der Chitu Systems E1 Filamenttrockner mit zwei Boxen, Touchscreen und bis zu 70 °C. Ideal für PLA, PETG, TPU und CF. Vergleich mit dem Sunlu SP1.
Preis
★★★★
Verarbeitung
★★★★
Software
★★★★
Innovationen
★★★★
Kundenservice
★★★★★
ø 4,2 ★★★★★
Eigenschaften und Vorteile
✔ Erreicht die angegebenen 70°C in unterhalb einer halben Stunde. Mit 70° C lassen sich alle Materialien wie PLA, PETG, TPU, PA und faserverstärkte Filamente trocknen.
✔ Duales Boxensystem ermöglicht gleichzeitige Trocknung unterschiedlicher Materialien.
✔ Spart Strom durch separierte Trocknungsprozesse

Im Test erreichte der FilaPartner E1 nach 3 Minuten 39°C, nach 6,5 Minuten 61 °C und nach 13 Minuten die geforderte Zieltemperatur von 70 °C. (Ps.: Auf dem Touchscreen wurde schon nach 13 Minuten die maximal Termperatur von 70° C angezeigt. Laut externem Thermometer nach 13 Minuten 63,9° C und nach einer halben Stunde 72,9° Celsius.)

Auf der Wärmebildaufnahme zeigt sich frontal eine gleichmäßige Hitzeverteilung. Im Vergleich zum Sunlu SP2 deutlich gleichmäßiger. Die linke Box wurde für das Foto nicht beheizt.

Mit 42 dB zeigt sich der E1 im Betrieb angenehm leise und kaum wahrnehmbar.

Auf dem Foto ist es zwar nicht gut zu erkennen, aber im Test war kein sichtbarer Rauch- oder Dampfaustritt aus der unbeheizten Filamentbox zu erkennen – Chitubox setzt an der Verbindungsstelle zwischen Ober- und Unterseite auf eine zweistufige Kante, die sich im Praxistest als nahezu ebenso effektiv wie eine gummierte Abdichtung erwiesen hat.
✗ Die Feuchtigkeitsmessung in der Trockenbox ist mithilfe von Luftfeuchtigkeits-Indikatorstreifen möglich. Das hat Sunlu beim SP2 (Testbericht) mit seinem integrierten, digitalen Hygrometer aus Sicht der Redaktion besser gelöst.
✗ Nur mit gewöhnlichen 1-kg-Rollen kompatibel
✗ Keine gummierte Abdichtung beim Öffnungsschlitz
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Erster Eindruck
Mit dem Filamentpartner E1 🛒 präsentiert Chitu Systems ein neues Zubehörteil, das auf den ersten Blick vor allem durch seine schlichte, funktionale Optik punktet.
Das Design orientiert sich dabei stark an der beliebten Bambu Lab A1-Serie, was auch im Produktvideo so kommuniziert wird. Jetzt ist natürlich die Frage, hängt sich Chitubox nur an Bambu-Lab-Run ran, oder erweist sich der Filamenttrockner als echter Mehrwert bei den Bambus, da die AMS-Lite eben ein offenes Multimaterialsystem ist, ohne die Möglichkeit Filamente sachgerecht zu trocknen.
Vorab für Schnellleser
Die Maximaltemperatur liegt bei 73 °C. Mit einer Betriebslautstärke von nur 42 dB arbeitet der E1 angenehm leise.
Die zwei getrennten Kammern bieten praktische Vorteile – eine kann zur Aufbewahrung, die andere zum Trocknen verwendet werden. Im Vergleich zur Konkurrenz ist das Preis-Leistungs-Verhältnis damit durchaus attraktiv, da man zwei vollwertige Boxen erhält.
Besonders hervorzuheben ist der farbige Touchscreen, der in dieser Produktkategorie bei Filamenttrocknern selten zu finden ist. Auch der Stromverbrauch ist effizient: Eine einzelne Heizkammer benötigt nur 70 W, was deutlich sparsamer ist als bei vielen anderen Trocknern.

Bei einer beheizten Kammer hat der Chitubox Filamenttrockner E1 eine Leistungsaufnahme von circa 70 Watt
Zum Vergleich: Der Sunlu SP2 benötigt fast die doppelte Leistung, was ihn in puncto Energieeffizienz deutlich schlechter dastehen lässt.

Sunlu SP2 Stromverbrauch 110 Watt

Beide Kammern bieten getrennte Einstellmöglichkeiten für Temperatur und Trocknungsdauer.
Neben verschiedenen Set-Einstellungen steht auch eine automatische Trocknungsfunktion zur Verfügung. Ein integrierter Feuchtigkeitssensor misst kontinuierlich die Luftfeuchtigkeit und stellt Heizleistung und -dauer entsprechend ein.

Instruktionen der automatischen Trocknungsfunktion
Kurzinfo über den Hersteller Chitu Systems
Die Firma Chitu Systems entwickelt und produziert Mainboards und LCD-Monoscreens für SLA-3D-Drucker für die Firmen Anycubic, Creality, Elegoo und Phrozen.
Des Weiteren arbeitet eine andere Abteilung von CBD-Tech kontinuierlich an dem universellen Resin-Slicer Chitubox Basic und Pro.
Seit einiger Zeit verlagert sich das Interesse von Chitu Systems zunehmend in Richtung Add-ons für FDM- und SLA-3D-Drucker, wie etwa der Schnellwechselresinwannen-Rahmen Hoopat 🛒, UV-Tools und Resindrucker-Innenraumheizungen.
Obwohl Chitu Systems in Europa bisher kaum als eigenständiger Hardware-Anbieter wahrgenommen wird, zeigt das Unternehmen mit dem E1, dass es auch im FDM-3D-Sektor ernst zu nehmende Lösungen hat.

Clever gelöst, sind die Abdichtungen für die Luftkanäle, die magnetisch an der Unterseite gehalten werden. Zur Nutzung werden sie abgenommen und auf die Lüftungsschlitze der Heizmodule geklippt. In Kombination mit einer umlaufenden Gummidichtung sorgt das für eine zuverlässige Abdichtung.

Kerndaten
Chitu Systems Filapartner E1
Dank einer 240W PTC-Heizleistung erreicht der Filapartner innerhalb von 13 Minuten die geforderten 70° Celsius und das bei einer Betriebslautstärke von nur 42 dB. (im Test mit externem Thermometer gemessen 72,9° Celsius)
Im Test gemessen:
nach 3 min 39° Celsius
nach 6:30 min 61° Celsius
nach 13 min 70° Celsius
Hervorragende Isolation und Luftdichtheit
Trotz fehlender zusätzlicher Gummidichtung zwischen Ober- und Unterteil sorgt eine zweistufige Überlappung für eine echt solide Abdichtung.
Im Rauchtest zeigte sich, dass kaum Rauch entweicht – weder an der Gehäusekante noch an den Lüftungsschlitzen. Letztere werden durch zwei magnetisch haftende Metallplatten verschlossen, die zusätzlich mit einem umlaufenden Gummidichtband ausgestattet sind. Insgesamt überzeugt die Box als durchdachte Kombination aus Trocknungs- und Aufbewahrungslösung.
Schlicht, aber gut durchdacht präsentiert sich das Innenleben. Es gibt separate Fächer für Silikattrocknungspads sowie Halterungen für Kunststoffrollen, auf denen die 1-kg-Filamentspulen gelagert werden.

Auch seitlich betrachtet zeigt sich eine deutlich gleichmäßigere Wärmeverteilung als beim SP2 von Sunlu.
Aufbau
Der Aufbau des E1 ist denkbar unkompliziert. In der Verpackung befinden sich das Basisstation, zwei transparente Trocknungsboxen mit Deckeln, ein Netzkabel sowie eine Anleitung.
Der Zusammenbau erfordert kein Werkzeug: Die beiden Boxen werden per Rasthalterung auf der Unterseite fixiert und sind auch miteinander stapelbar.
Die Boxendeckel sitzen stabil, auch wenn die Abdichtung insgesamt etwas schwächer ausfällt als beim SP2 von Sunlu, was bei der Lagerung bei extrem hygroskopischen Filamenten, wie PA oder PVA einen leichten Nachteil darstellen könnte.

Die Luftfeuchtigkeitsmessstreifen sind lediglich für die Aufbewahrung gedacht – der elektronische Luftfeuchtigkeitsmesser sitzt in der Basisstation. Im Vergleich zum SP2 mit durchgängigem elektronischen Hygrometer ist das dennoch ein kleiner Nachteil.
Beste Kaufoptionen 🛒
Fazit
Im Testbericht wurde der FilaPartner E1 🛒 bereits ausführlich mit dem SUNLU SP2 🛒 verglichen.
Wer einen Bambu Lab 3D-Drucker A1 oder A1 Mini nutzt: Optisch passt er perfekt zum A1 oder A1 Mini, plus der E1 bietet einen farbigen Touchscreen – und das hebt ihn in puncto Bedienkomfort deutlich von vielen anderen Filamenttrocknern ab.
Die Aufheizleistung überzeugt: Bereits nach etwa 13 Minuten erreicht der E1 70 °C, mit externem Thermometer wurden nach 30 Minuten sogar bis zu 73 °C gemessen.
Dank zwei getrennt beheizbarer Kammern können auch unterschiedliche Filamentarten gleichzeitig getrocknet werden, was aber theoretisch auch mit einer möglich ist. Ob man das im Alltag wirklich braucht, sei dahingestellt – als Zusatzfeature ist es dennoch ein Nice-to-have.
Durchdacht ist auch das stapelbare Design. Zwar liegt der Preis mit 130,00 - 150,00 Euro etwas über dem des Sunlu SP2, hier muss aber noch die zweite Filamenttrockenbox separat eingekauft werden.
Insgesamt ein gelungenes Gerät – Chitu Systems liefert hier einen starken Einstieg in den FDM-Bereich.
Der ist ein günstiger und solider Filamenttrockner für Standardmaterialien wie PLA, TPU und PETG – ideal für Einsteiger.
Gutes Drucken, 3DHeaven
Preisvergleich
Da immer wieder Fragen über Bedingungen beim Kauf, Rückgaberecht und Garantiezeit der verschiedenen Wiederverkäufer auftreten, hier ein kleiner Überblick.
Generell laufen alle Reklamationen direkt oder indirekt über den Hersteller ab. Wer Seriennummer und einen Kaufbeleg hat, ist bei allen Anbietern auf der sicheren Seite.
⊳ 3DPrima bietet das klassische 14-tägige europäische Rückgaberecht und zweijährige Garantie nach europäischen Standards.
⊳ Anycubic bietet ein 14-tägiges Rückgaberecht. Shipping / Versand liegt in der Regel von 3 bis 8 Tagen. Die Garantiezeit wird bei Anycubic in Baugruppen aufgeteilt. So haben verschleißanfällige Bauteile wie Extruder und Druckplatten eine dreimonatige Garantiezeit, Monoscreens je nach Modell zwischen drei bis sechs Monaten und für alle anderen Hauptkomponenten gilt eine einjährige Garantiezeit. Der Kundensupport wird von englischsprachigen Chinesen geführt.
⊳ Amazon bietet ein 15-tägiges Rückgaberecht und beruft sich auf die Garantiezeit des Herstellers. In fast allen Fällen betreiben die Hersteller auch einen eigenen Amazon-Shop.
⊳ Elegoo bietet ein 14-tägiges Rückgaberecht und einjährige Garantie. Reklamationen werden über den eigenen Kundensupport abgewickelt und Rücksendekosten übernehmen der Hersteller.
⊳ Geekbuying bietet ein 14-tägiges Rückgaberecht und einjährige Garantie. Reklamationen in der Garantiezeit werden über den Hersteller abgewickelt.